| HÖHLENFORSCHUNG |
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Höhlen haben schon von jeher Menschen angezogen und fasziniert. Nicht ohne Grund suchten die Urmenschen sie auf, um sich vor Unbilden des Wetters zu schützen und Lager in ihnen zu halten. Die höhlen dienten weiterhin in Kriegs- und Verfolgungszeiten als Unterschlupf. Auch aus kultischen und religiösen Gründen werden Höhlen noch bis in die heutige Zeit aufgesucht. Seit
dem 18. Jahrhundert begannen naturkundlich interessierte Personen sich
mit dem Phänomen Höhle etwas näher auseinanderzusetzen. Es wurden erste
Knochenfunde aus den Höhlen geborgen, welche auf eine frühe Besiedelung
durch den Urmenschen oder auf das Vorkommen prähistorischer Tiere hinwiesen. Neben diesen ersten wissenschaftlichen Bearbeitungen wurde aber auch versucht, das Naturerlebnis Höhle der Bevölkerung näher zu bringen. So fanden schon 1668 Führungen in der Baumannshöhle (Harz) statt. In Thüringen wurde im Jahre 1802 die Altensteiner Höhle als erste Schauhöhle öffentlich zugänglich. Im Jahr 1866 wurde in der Barbarossahöhle am Kyffhäuser der Schauhöhlenbetrieb aufgenommen. Als Schauhöhle wurde auch die Tropfsteinhöhle Thal (Kittelsthaler Tropfsteinhöhle) im Jahr 1896 in Betrieb genommen. Die Höhlenkunde, auch Speläologie genannt, ist heute eine moderne Disziplin. Organisierte Höhlenforscher arbeiten eng mit Wissenschaftlern der verschiedensten Fachrichtungen zusammen. Dabei werden immer wieder neue wissenschaftliche Ergebnisse zum Phänomen Höhle herausgefunden. Die
Höhlenforschung stellt heute eines der letzten großen Abenteuer dar, wobei
bei allen Aktivitäten der Höhlenschutz immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit
stehen muß. Der
Höhlenforscher der heutigen Zeit setzt sich bewußt mit der Natur auseinander
und ist auf die Schonung und Erhaltung unserer Umwelt bedacht. Durch Schulungen
und Vorträge erwirbt er Kenntnisse in Teilbereichen der Speläologie (Geologie,
Biologie, Hydrologie) und lernt verschiedene Befahrungstechniken (z. B.
Einseiltechnik) richtig zu beherrschen. |